Gussteile nachbearbeiten

Gussteile maschinell nachbearbeiten (Bohren, Senken, Fräsen, Sägen, Schleifen)

Anschließend habe ich Gussteile nachbearbeitet. Wenn man bis dato hauptsächlich mit Stahl zutun hatte, merkt man vor allem beim Bohren und Sägen hier den Unterschied, das Aluminumlegierungen deutlich weicher und leichter bearbeitbar sind. Hauptsächlich habe ich mich hier mit dem Aufbohren und Ansenken von zugelaufenen Durchgangslöchern, dem Absägen von Einguss und Steigern an den Anschnitten von Gussteilen, sowie der Nachbearbeitung von Graten an Kanten beschäftigt.

Das Bohren und Senken mit der Säulenbohrmaschine in Aluminum ist ähnlich dem in Metall, mit dem großen Unterschied, dass es deutlich schneller und leichter geht. Ein deutlicher Unterschied zur manuellen Bearbeitung von Stahl wird mit Aluminium an der großen Bandsäge sichtbar: Das Band ist natürlich wesentlich größer als das Blatt der Bügelsäge, in Relation dazu fällt aber vor allem auf, dass die Zähne wesentlich größer sind und einen tieferen Zwischenraum besitzen. Dies wird auch an den entstehenden Spänen deutlich, die Späne vom Sägen des Stahls mit der Handbügelsäge gleichen eher einem Pulver wo hingegen die Alu-Späne der Bandsäge im Größenbereich von mehreren Millimetern liegen. Bei der Nachbearbeitung von Graten und „scharfen Kanten“ an Gussteilen habe ich mit einem Drucklufthandfräser durchgeführt. nachbearbeitenIm Gegensatz zu Elektrogeräten läuft das Gerät sehr schnell und kraftvoll, verfügt aber dennoch nur über ein geringes Gewicht und liegt gut in der Hand. Die Werkzeugaufnahme lässt sich mit verschiedensten Hartmetallfräsern, Schleifsteinen oder Lamellenschleifscheiben (aus Schleifpapier
fächerartig zusammengesetzte Schleifköpfe) bestückten und lässt sich so an die vielfältigsten Aufgaben der Nachbearbeitung anpassen.
Außerdem verfügt die Firma über mehrere große Schleifmaschinen, welche Kontaktscheiben in der Größe von Wagenrädern haben. Auf den rotierenden Scheiben sind Lamellen und eine Schicht aus sehr hartem Schaumstoff aufgebracht, über die ein Schleifband läuft. Hier habe ich bei größeren Gussteilen Kanten nachbearbeitet. Im Wesentlichen läuft das Ganze wie beim Bandschleifer zuhause ab, nur eben größer und mit dem Unterschied, dass das Werkstück an die Maschine herangeführt wird. Insbesondere bei Aluminium muss man aber anfangs aufpassen, das Gussteil nicht zu weit zu schleifen. Der Abtrag ist wirklich groß aber während des Schleifens kaum bemerkbar, da der Schleifstaub über eine Absauganlage befeuchtet und abtransportiert wird.

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